Homepage der Familie Messerschmidt - Reiseberichte - Ostern 2006

 

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Ostern 2006

 

Giro dei laghi – Tour des lacs – Die Seenrunde

oder auf gut Steirisch: Lauter Wåssa

 

Nachdem es uns im Sommer im Süden viel zu heiß ist und wir vom vergangenen Sommerurlaub noch ein paar Tage der Schweizer Schwerverkehrsabgabe frei hatten, beschlossen wir die Seen im Norden Italiens bzw. im Süden der Schweiz unsicher zu machen.

 

Am Samstag vor der Karwoche starten wir also nach Süden. Für die Fahrt von Graz nach Tarvis wählen wir die Autobahn, ab der italienischen Grenze geht es dann auf der Staatsstraße weiter. Diese geht anfangs parallel zur Autobahn und ist recht wenig befahren. Außerdem sieht man viel mehr, weil die Autobahn durch unzählige Tunnels geht.

Bei Gemona biegen wir dann in Richtung San Daniele ab. Über Pordenone und Treviso erreichen wir am späteren Nachmittag Mestre. Ab Pordenone geht es relativ zäh dahin, da die Gegend recht dicht besiedelt ist und der Einkaufsverkehr zügiges Weiterkommen verhindert.

Für die erste Nacht wählen wir den Campingplatz in Fusina. Dieser Campingplatz hat wohl ein ganz großes Plus: Er liegt direkt gegenüber von Venedig und vor dem Platz ziehen die Hochseeschiffe vorüber. Ansonsten wird nicht viel geboten. Der Platz ist nicht parzelliert und teilweise sehr uneben, die Sanitäranlagen sind nicht vom Feinsten, aber wenigstens sind die WCs relativ sauber. Angesichts dieses Standards lassen mich die geforderten 27 EUR für Stellplatz, 3 Erwachsene und Strom doch zusammenzucken. So sind wir wenigstens sicher, dass wir keine weitere Nacht hier bleiben wollen.

 

Am zweiten Tag geht es entlang des Brenta-Kanals, der direkt neben dem Campingplatz in die Lagune von Venedig mündet, weiter. Der Kanal geht bis Padua, entlang gibt es kleine Dörfer, prächtige Villen, viele Kirchen. Überall scheint der Palmsonntagsgottesdienst gerade aus zu sein und die Leute, die ihn verlassen, tragen Olivenzweige in der Hand, bei uns wären es wohl Palmkätzchen. In Padua schickt uns die tolle Beschilderung auf dem Weg nach Abbano Terme zunächst in eine kleine Straße, die an einer für uns zu niedrigen Bahnunterführung endet. Die zweite Runde durch die Stadt bringt uns dann auf einen besseren Weg. Abbano Terme und Montegrotto Terme erweisen sich als hässliche Tourismusburgen, die wir schnell wieder verlassen. Die weitere Fahrt führt uns dann in die Euganeischen Hügel, eine schöne Vulkanlandschaft. Über Montagnana mit seiner eindrucksvollen Stadtmauer, Este und Mantua erreichen wir am späten Nachmittag das Südufer des Gardasees, wo wir in Desenzano gleich wieder vom Touristentrubel umfangen werden.

Der Wohnmobil-Stellplatz bei Sirmione liegt direkt am See im Grünen. Die EUR 16.- (inklusive Ver- und Entsorgung) bezahlen wir angesichts der gepflegten Anlage und der schönen und ruhigen Lage sehr gerne.

 

In der Nacht regnet es, am Morgen wird es wieder trockener und sogar sonnig. Wir beschließen den Gardasee gegen den Uhrzeigersinn zu umrunden. Wir können uns, obwohl der Rummel noch gar nicht so richtig gestartet hat, absolut nicht vorstellen am Südostufer Urlaub machen zu wollen. Viel besser gefällt es uns dann, als das Steilufer ins Blickfeld gerät. Torbole und Riva am Nordende des Sees sind für uns als Urlaubsorte wieder absolut unvorstellbar. Dann geht es weiter nach Süden. Geht es weiter? Man hat gehört, dass die Straße hier abenteuerlich wäre. Als einzige Einschränkung gibt es am Ortsende von Riva eine Höhenbegrenzung von 3,50 m – damit sollte für uns die Weiterfahrt gerade möglich sein. Die Straße ist schmal, die Felswände hängen seitlich sehr tief herunter, aber bei wenig Gegenverkehr wie heute ist sie auch für größere Wohnmobile „machbar“.

Bei Salo verlassen wir den See in Richtung Brescia, wo wir einen Einkaufsstopp bei „Auchan“ einlegen. Allerdings vergeht uns ein wenig die Einkaufslust angesichts der doch recht hohen Preise. Ist das ein in Italien teurer Supermarkt? Wie sich ein paar Tage später herausstellt, sind die Preise anderswo auch nicht besser.

Nach der Mittagspause umrunden wir Bergamo und fahren zum Iseo-See. Der Stellplatz in Sulzano gefällt uns nicht, aber am Ortsrand von Iseo finden wir am Camping Iseo einen sehr schönen Platz. Der Campingplatz ist klein (ca. 50 Plätze), in Terrassen unter Bäumen, direkt am Wasser, hat neue und blitzsaubere Sanitäranlagen und wird von einer sehr freundlichen Familie geführt. Die vorbeifahrende Bahn stört überhaupt nicht, da sie eine Lokalbahn ist und nachts überhaupt nicht fährt. Trotz des nun einsetzenden starken Regens fühlen wir uns hier sehr wohl.

 

Am Morgen des vierten Tages hört der Regen wieder auf. Wir fahren den Iseo-Sees am Ostufer gegen Norden. Der See ist klein und hat eine große Insel, die größte in einem europäischen See. Am Südufer wachsen mediterrane Pflanzen, wie z.B. Olivenbäume, während die mit Schnee bedeckten Alpen aus dem Norden vorlugen. In Lovere am Nordende des Sees verlassen wir das Wasser und wenden uns gegen Bergamo. Nächstes Ziel ist der Lago di Como, den wir bei Lecco erreichen. Inzwischen scheint sogar die Sonne, allerdings bläst ein unangenehmer Nordwind, der im See recht hohe Wellen entstehen lässt, die dann mit großem Getöse an Land gehen. Während der Mittagsrast bei Lierna genießen wir es im „windstillen“ Wohnmobil sitzen zu können. Am Ostufer des Sees geht es nur an sein Nordende und dann weiter in den Süden bis Menaggio, wo wir uns in Richtung Lugano wenden.  Hier wird es noch einmal richtig spannend, denn ohne jedwede Vorwarnung geht es in einen schmalen und unbeleuchteten Tunnel und als ein anderes Wohnmobil entgegenkommt, müssen beide die Seitenspiegel einklappen – so eng wird es.

Die Schweizer Grenze wird mit einem Kopfnicken des Schweizer Grenzbeamten passiert, dann queren wir das hübsch gelegene Lugano und fahren nun ein paar Kilometer auf der Autobahn nach Norden, ehe wir uns zum Lago Maggiore wenden. Noch einmal wird getankt, da in der Schweiz der Treibstoff etwas günstiger ist, dann staunen wir über die an den Hang „geklebten“ Villen mit ihren Lastenaufzügen oder Personenliften, die direkt vom Parkplatz an der Straße zum Haus hinauf- oder hinunterführen. Schnell erreichen wir wieder die schweizerisch-italienische Grenze, der Schweizer deutet nur, dass wir weiterfahren sollen, die Italiener haben Wichtiges zu besprechen und winken ebenfalls nur durch. Können die Schweizer Grenzbeamten denn nicht sprechen? Gut gelaunt stellen wir uns diese nicht ernst zu nehmende Frage.

Bald erreichen wir Cannobio. Der Ort hat einen Stellplatz, zwei Campingplätze am Wasser im Schallbereich der Straße und einen in einem kleinen Seitental. Auf diesem Campingplatz mit seiner engen und steilen Zufahrt schlagen wir in hübscher Umgebung unser Nachtlager auf. Hier blüht schon alles: Magnolien und Obstbäume, Kamelien und Forsythien – ein wahrer Farbenrausch!

 

Bei strahlendem Sonnenschein verlassen wir am nächsten Tag Cannobio. Mit vielen Fotostopps geht es nach Süden. Bei Baveno wird die Landschaft milder und weniger spektakulär, dafür gibt es zahlreiche Prunkvillen und -hotels zu bestaunen. Erst fast ganz am Südende des Sees wenden wir uns weiter nach Westen. Über Borgomanero und Biella geht es nach Ivrea, wo wir weiter in Richtung Aosta fahren. Bei Montjovet wird ein Weiterfahren auf der Staatsstraße wegen zu geringer Durchfahrtshöhe unmöglich, weshalb wir auf die Autobahn wechseln müssen. Heftiger Wind bläst uns im Aostatal entgegen, die Bergriesen des Montblanc-Massivs begrüßen uns von weitem. Wir wollen heute noch den Großen St. Bernhard bezwingen, allerdings diesmal nicht (wie im Sommer 2005) auf der Passhöhe, die um diese Jahreszeit ohnehin noch gesperrt ist, sondern durch den Tunnel. Schnell gewinnt die Straße an Höhe, der Schnee rückt immer näher und findet sich bald auch schon rechts und links neben der Straße. Die Grenzabfertigung erfolgt in einem bereits überdachten Bereich des Tunnelportals und zu unserem Erstaunen ist der Schweizer Grenzbeamte sehr gesprächig – ihm entkommt ein „Merci“ und ein „Au revoir“! Nach dem Bezahlen der Tunnelmaut geht es in das lange Loch im Berg, auf der anderen Seite empfängt uns leichter Schneefall. Leider ist es hier nicht besonders schön, eine typische Nordwetterlage eben! Wir beschließen den Campingplatz in Lausanne anzufahren.

Dieser liegt ebenfalls direkt hinter der Strandpromenade am Wasser und ist in diesem Teil auch recht ruhig, während man im vorderen Teil die doch recht laute Autobahn hört. Dort im vorderen Teil gäbe es auch einen Wohnmobilstellplatz, doch wir bevorzugen die Ruhe. Wir werden gebeten, nicht auf die Parzelle zu fahren, da der Boden von den Niederschlägen total aufgeweicht ist. Da die Straßen auf dem Platz aber relativ breit sind, kann man dort auf Asphalt gut stehen. Wir bezahlen EUR 30.-, was uns angesichts der Tatsache, dass z.B. der kleine Laden noch nicht geöffnet hat und die Sanitäranlagen zwar sauber aber doch recht abgebracht erscheinen, als doch recht hoch erscheint.

 

Ein trüber Morgen empfängt uns am sechsten Tag. Wenigstens regnet es nicht! Die nette Dame in der Rezeption hat uns gesagt, wo wir einen Supermarkt für unsere geplanten Einkäufe finden können und auf meine Frage, ob wir denn dort auch mit unserem Wohnmobil parken können, mit Ja geantwortet. Der Supermarkt existiert, er ist sogar Teil eines Einkaufszentrums, das Gratis-Parkplätze in einer Tiefgarage hat: maximale Fahrzeughöhe 1,9 m! Die Parkplätze im Freien sind allesamt gebührenpflichtig. Wir haben keine Lust für einen Großeinkauf auch noch Parkgebühr bezahlen zu müssen! So machen wir uns eben selbst auf die Suche und finden auf an der Autobahn in Richtung Genf bei Allaman ein Einkaufszentrum, das im Bereich der LKW-Zufahrt Parkmöglichkeiten für Wohnmobile und Gespanne während der Zeit des Einkaufs extra ausweist. Hier bunkern wir, um dann bis nach den Feiertagen nicht mehr einkaufen zu müssen. Leider müssen wir auch hier feststellen, dass die Preise deutlich über den in Österreich üblichen liegen.

Es ist schon fast Mittag, als wir uns nun auf der Küstenstraße in Richtung Genf aufmachen. In Genf fahren wir am südöstlichen Ufer des Sees ein Stück entlang und finden dann zu unserem Erstaunen etwa 3,5 km außerhalb des Zentrums eine Gratis-Parkmöglichkeit für zwei Stunden mit Blick auf den See und die andere Seite der Stadt, während auf der Straße eine Nobelkarosse nach der anderen vorbeifährt. Hier scheint man wirklich Geld zu haben! Auf dem Weg zurück bleiben wir auf einem „normalen“ Parkplatz für PKWs am Ufer kurz stehen, um den Springbrunnen besser fotografieren zu können. Nun geht es durch das Viertel mit dem UN-Sitz, dem Sitz des Roten Kreuzes und der diplomatischen Vertretungen der USA und Russlands weiter, wir landen in der Route de Pregny auf einer Anhöhe mit prächtigem Ausblick auf den See. Schade, dass der Blick zu den Alpen durch das Schlechtwetter getrübt ist!

Nun geht es wieder zurück nach Lausanne und dann weiter nach Neuchâtel (Neuenburg). Die Autobahn geht hier in einer Unterflurtrasse, ein paar Kilometer außerhalb der Stadt soll es an einem Sportboothafen einen Wohnmobilstellplatz geben. Dieser liegt direkt neben dieser Unterflurtrasse, aus der man das Dröhnen des Verkehrs durch die geschlossenen Autofenster hört, auf der anderen Seite geht die zweispurige Bahntrasse. Da stört es uns schon nicht mehr, dass auch die Parkkojen für uns zu kurz sind. Wir können uns nicht vorstellen, wie hier jemand übernachten mag. Nun umrunden wir auf der Suche nach einem geeigneten Stellplatz den Bieler See und peilen schließlich den Campingplatz in Erlach an. Dessen Parzellen sind so klein, dass wir nicht einmal fragen, ob es noch einen freien Platz gäbe. Lieber fahren wir noch ein paar Kilometer wieder zurück an den Neuenburgersee, wo es bei Gampelen einen ordentlichen Campingplatz gibt. Zwar ist der See über die Ufer getreten und einige Parzellen sind ganz oder teilweise überflutet, aber wir bekommen einen tadellosen Stellplatz auf Rasengittersteinen mit Wasser- und Kanalanschluss am Stellplatz.

 

Tag 7 und noch immer ist es trüb und kalt! Über Bern und die hübsche Region des Emmentals und Entlebuchs geht es nun nach Bern. Entlang des Weges gibt es immer wieder relativ frischen Schnee neben der Straße, auch in Luzern sieht man noch Reste der weißen Pracht. Der Campinglatz neben dem Verkehrshaus gefällt uns überhaupt nicht, so parken wir auf einem der fast leeren Parkplätze und besuchen das Verkehrshaus.

Im Vergleich zu anderen Museen fällt das Verkehrshaus in unseren Augen deutlich ab. Wir haben das Gefühl, dass man hier konzeptlos Vieles zusammengetragen hat, es fehlt der berühmte „rote Faden“. Allerdings soll das Museum in der nächsten Zeit gesperrt und völlig neu aufgebaut werden. Man wir ja sehen…

Während unseres Aufenthalts im Museum ist der Himmel blitzblau geworden, ein herrlicher Blick auf Stadt und Berge ist die Folge. Etwas südlich von Küssnacht finden wir in Vitznau am Vierwaldstättersee einen schönen Campingplatz mit Blick über den See. Auch hier sind die Parzellen und vor allem auch die Zufahrten viel zu klein für uns, aber wir stehen völlig eben und trocken auf dem Quick-Stop-Bereich. Ob wir morgen mit der Zahnradbahn auf die Rigi fahren sollen? Die Bahn fährt 300 m vom Campingplatz weg, allerdings sind uns die Preise viel zu hoch. Gemütlich färben wir unsere Ostereier und kochen das Osterfleisch und genießen dann die Abendstimmung über dem See.

    

Die Auffahrt auf die Rigi wäre sinnlos gewesen. Zu kurz war das perfekte Wetter. Der Himmel ist bereits wieder bedeckt. Entlang des Sees geht es nun nach Brunnen, von da weiter nach Schwyz und über Rapperswil und Winterthur zu den Rheinfällen, die wir vor Jahrzehnten besucht haben. Diesmal müssten wir uns aber die Aussicht mit einigen Busladungen von Menschen teilen, die hier an der Kassa geduldig warten, um einen Franken Eintritt bezahlen zu dürfen, um das Naturschauspiel bestaunen zu dürfen. Sie warten ohne uns!

Am Parkplatz gibt es noch einen Kaffee, dann geht es über die Grenze nach Deutschland. Ja, der Grenzer am Großen Sankt Bernhard war wirklich gesprächig, denn hier gibt es wieder nur ein Durchwinken! Über den Bodensee und Ravensburg geht es auf den Wohnmobilstellplatz in Wangen. Hier bekommen wir noch einen Stellplatz am Rand, womit wir eine freie Aussicht aus dem Dinettefenster haben. Hier zahlt man EUR 7.- inklusive Strom und steht auf einem nettem Platz, nebenan gibt es einen Kinderspielplatz, Sportanlagen, eine Ecke mit Grill und natürlich Ver- und Entsorgung! Doch kaum sind wir angekommen, beginnt es auch schon zu regnen. Wir vertreiben uns den Nachmittag und Abend mit Spiel und Lesen und genießen unser Osterfleisch und die Ostereier.

 

Die ganze Nacht über hat es geregnet, nun lässt das Tropfen von Zeit zu Zeit nach oder setzt gar ganz aus. Wir wollen entlang des Alpennordrandes in Richtung Heimat fahren. Doch dann sehen wir, dass es offensichtlich in den Alpen und vielleicht auch südlich davon etwas schöner ist. Schnell disponieren wir um und finden uns alsbald auf der Strecke über den Fernpass in Tirol nach Süden. Hier liegt noch Schnee, die Lifte sind noch in Betrieb und es scheint die Sonne. Zu viel Verkehr ist wie immer auf dieser Strecke, in Richtung Norden gibt es bereits Stau, dazu kommen rücksichtslose Motorradfahrer. Ab Imst bleiben wir auf der Bundesstraße, fahren durch Landeck, wo wir noch einmal günstig tanken und dann weiter in Richtung Reschenpass. Am Reschensee halten wir Mittagsrast. Der See ist noch zugefroren, der Kirchturm ragt nicht aus dem Wasser sondern aus Eis. Im Süden grüßt das Bergmassiv der Ortlergruppe.

Ob der Stellplatz in Kaltern bei Bozen schön ist? Die Landschaft wäre schön, alles blüht, sogar die Apfelbäume zeigen ihr zartrosa Weiß! Am Stellplatz und auf den Parkplätzen davor allerdings ist es randvoll – nichts wie weg! Der Stellplatzführer führt eine weitere Übernachtungsmöglichkeit etwas weiter im Süden an. Wir fahren also die Weinstraße entlang, passieren kleine Dörfer und haben immer herrlichen Ausblick auf das Tal und die Berge im Osten. Kurz nach der Salurner Klause geht es bei Mezzocorona nach Westen und kurz nach Mezzolombardo zweigt eine gut ausgebaute Straße (SP64) nach Süden ab. In steilen Haarnadelkurven gewinnt man schnell an Höhe und hat atemberaubende Ausblicke in die Tiefe. Etwa 10 km lang ist dieses tolle Straßenstück bis in den kleinen Ort Fai della Paganella in fast 1000 m Seehöhe. Leicht bergab geht es nun bis Andalo und weiter bis Molveno.

Dieser kleine Ort liegt am Fuß der Brenta-Gruppe an einem Stausee, der leider nur halbvoll ist. Unweit des Sees gibt es einen guten und absolut ruhig gelegenen Stellplatz, auf dem wir die letzte Nacht unserer Ostertour verbringen.

 

Am letzten Morgen scheint zwar die Sonne, aber der Himmel ist von einer ganz dünnen Wolkenschicht bedeckt. Zunächst geht es nach Süden in Richtung Ponte delle Arche. Dieses Straßenstück ist zum Teil verdammt eng, nicht auszudenken, was wäre, wenn ein anderes „dickes“ Fahrzeug entgegenkäme. Allerdings wird hier fleißig gebaut, sodass man sicher schon bald mit einer problemlosen Abfahrt rechnen kann. Schließlich erreichen wir nach einer Stunde Fahrt durch eine herrliche Landschaft Trento, wechseln dort auf die andere Talseite und erreichen über das nicht minder schöne Val Sugana Bassano del Grappa, die Stadt im Herzen der Grappa-Region. Montebelluna und Pordenone sind weitere Punkte auf unserer Heimreise, die nun auf gleicher Strecke erfolgt, wie der Beginn unserer Fahrt vor zehn Tagen.

 

Unser Fazit:

Wir waren gut 3000 km unterwegs. Viele der weniger bekannten Regionen waren für uns gleich schön wie jene, die man „unbedingt gesehen haben muss“. Der kleine Iseo-See steht den großen Touristenhochburgen Gardasee und Lago Maggiore wahrscheinlich in nichts nach.

Leider haben die Preise in Italien ziemlich stark angezogen, auch die Preise in der Schweiz lagen über denen hier in Österreich. Dies gilt nicht nur für den alltäglichen Einkauf, sondern auch für Campingplätze.

 

 

 

 

 

 

 

Stand: 30.04.06