| Homepage der Familie Messerschmidt - Reiseberichte - Irland/Schottland |
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Sommer 2003 - Irland/Schottland
Nun wurde also doch etwas aus unserem Urlaub, der so sehr auf unsicheren Beinen stand, dass wir gar nicht viel planten. Schottland stand auf dem Wunschzettel und da uns nun relativ viel Zeit zur Verfügung stand, wollten wir auch nach Irland, zu dem keiner von uns eine Beziehung entwickelt hatte. Außerdem hoffen wir mit diesen Reisezielen der großen Hitze zu entkommen, die uns in Graz seit vielen Wochen ein allzu treuer Begleiter ist.
Tag 1: Wohnmobil Hannibal steht also fertig gepackt in den Startlöchern und wie immer geht es um etwa 10 Uhr ab nach Nordwesteuropa. Das heutige Tagesziel, der Campingplatz Main-Spessart-Park ist uns nach einigen Aufenthalten (u.a. beim Pfingsttreffen mit der Newsgroup de.rec.reisen.camping) bestens vertraut und wird nach etwa siebenstündiger Fahrzeit auf der Route Graz – Wels – Passau – Regensburg – Nürnberg – Würzburg erreicht.
Tag 2: Die Nacht war relativ angenehm, aber sobald die Sonne da ist, wird es wieder sehr heiß. Über Frankfurt geht es die A3 entlang bis Köln, dann weiter nach Aachen. Bald schon steigt die Außentemperatur über 30 °C, die Innentemperatur hinten im Aufbau folgt ihr langsam aber sicher. Zu Mittag ist es so heiß, dass wir den Generator anwerfen und die Klimaanlage im Aufbau einschalten – immerhin hat es draußen bereits 34 °C, 36 °C sollen es dann im Raum Aachen noch werden. Die Frage, ob wir in Aachen auf dem „Platz für Camping“ unser Nachtlager aufschlagen sollten, wird von allen sicher und schnell mit Nein beantwortet – keiner von uns hat Lust vom frühen Nachmittag an dort im klimatisierten Wohnmobil zu verbringen. So geht es weiter nach Belgien, der Verkehr um Brüssel ist zwar dicht aber fließend, weiter bis Oostende ist auch noch viel Verkehr, dann wenden wir uns nach Süden. Angenehm kühl ist es innerhalb der letzten Kilometer vor der Küste geworden, nur mehr 22 °C zeigt das Thermometer. Der von uns angepeilte Campingplatz „La bien-assise“ in Guines sieht sehr schön aus, ist aber leider voll. Man verweist uns auf einen Platz an der Autobahn ein gutes Stück landeinwärts. Aber war da nicht auch auf unserer Fahrt zum Campingplatz ein weiteres Hinweisschild nach einem anderen Platz? Diesem Schild folgen wir und kommen zu einem Platz, auf dem wir Unterschlupf finden: etwa 100 Dauercamper und 3 Touristenplätze belegt, man ist froh ein bordeigenes Bad zu haben…
Tag 3: Nun aber ab auf „die Insel“! Zuerst
müssen noch Lebensmittel gebunkert werden, Tanken wäre auch nicht schlecht,
denn schließlich ist es „drüben“ viel teurer. Dann geht es zur Fähre, doch
welche sollen wir nehmen? Seafrance und P&O stehen zur Auswahl, P&O fährt
etwas öfter und hat vielleicht auch die günstigeren Durchgangstickets nach
Irland. Wir entscheiden uns für P&O. Ja, den Durchgangstarif gibt es, aber
nur in einem Reisebüro! So entscheiden wir uns für die einfache Überfahrt
nach Dover die eine halbe
Der Campingplatz bei Maidstone ist ruhig und sauber, die freundliche Lady an der Rezeption verrät uns noch den nächsten Supermarkt, bei dem wir am nächsten Tag zumindest frisches Brot ergattern wollen. Die Stellplätze sind betoniert (das heißt „hard standing“ und setzt sich auf den Inseln mehr und mehr durch), die Waschräume blitzsauber, es gibt Ver- und Entsorgung und der Preis dafür ist angemessen (18,25 £ für drei Personen und elektrischen Strom).
Tag 4: Nach Frühstück und Einkauf geht es nun in Richtung A25. Das ist die berüchtigte Ringautobahn um London, die auch als „Britain’s biggest parking“ bezeichnet wird. Wo uns wohl der erste Stau ereilen wird? Wir fahren auf der Autobahn gegen den Uhrzeigersinn und kurz vor dem Tunnel unter der Themse beginnt ein zäher Stop-and-go-Verkehr. Im Uhrzeiger führt der Tunnel unter dem Fluss nach Norden, südwärts fährt man über eine spektakuläre Brücke. Auf dem weiteren Verlauf der M25 ist zwar ein Stau an einer Baustelle angekündigt, er findet aber nicht statt. Der Verkehr ist sehr intensiv, die LKWs brettern mit der erlaubten Höchstgeschwindigkeit dahin (LKW bis 7,5 t mit 112 km/h, LKW über 7,5 T mit 96 km/h). Auch auf der M1 nach Norden ist es zunächst nicht anders und für den Fahrer ist eine erholsame Mittagsrast recht nötig. Leider gibt es auf Autobahnen in Großbritannien generell recht wenige Raststätten, Parkplätze ohne Restaurant und Tankstelle gibt es offensichtlich überhaupt nicht. Auf den Rastplätzen ist dann natürlich heftiges Getriebe, LKWs kommen und gehen. Vorbei geht es an Luton und Northampton, ehe wir auf die M6 abbiegen, die uns vorbei an Coventry und Birmingham bringt. Dann biegen wir auf die M54 ab, um möglichst schnell nach Wales und damit in „ruhigere“ Gefilde zu gelangen. Bald tauchen auch schon im Dunst Berge auf und über die A5 geht es weiter nach Oswestry, kurz vor Llangollen biegt die Straße Richtung Westen und damit in eine sehr schöne Berglandschaft: grüne, manchmal auch etwas schroffe Berge, kleine Bäche mit Steinbrücken wie im Reiseprospekt, verträumt wirkende Steinhäuschen. Die Straße ist zwar relativ schmal, aber gut und wir registrieren mit Vergnügen walisische Beschriftungen: „Araf“ heißt „langsam“, „Heddlu“ ist die Polizei usw. In Betws-y-coed weist ein Schild auf einen Campingplatz „Riverside camping“. Wielleicht taugt der für eine Nacht? Er taugt. Zwei große ebene Wiesen zeigen sich da nach schmaler und kurviger Zufahrt, die erste ist im vorderen Teil mit Mobilheimen besetzt, dahinter stehen Wohnwägen und Wohnmobile, der hintere und größere Teil ist den Zeltcampern vorbehalten. In der Mitte steht das Sanitärhaus, einfach und sauber, davor gibt es Ver- und Entsorgungsmöglichkeit. Die Rezeption ist nicht besetzt, am Abend kommt ein Herr zum Kassieren (17 £ inklusive Strom). Die am Grundstück vorbei führende Bahn ist nur von regionaler Bedeutung und verkehrt nachts überhaupt nicht.
Tag 5: Morgens „hängt der Himmel tief“,
Nebel – oder sind es doch Wolken? – verdecken die Hügel. Nach dem Frühstück
geht es weiter durch ein wunderschönes Hochtal nach Westen. Und da beginnt
es auch zu regnen. Zuerst sind es nur ein paar Tropfen, dann wird es mehr
und mehr und später auf der Insel Anglesey,
Kurz vor dem Einschiffen zeigen sich ein paar blaue Flecken am Himmel – wird das Wetter vielleicht doch besser? Nachdem wir mit unserem Wohnmobil im Bauch des Schiffes verschwunden sind, gehen wir an Deck und beobachten noch das Ablegen des Schiffes. Während des Einkaufens einer Irlandkarte im Shop des Schiffes beginnt es bereits heftig zu schaukeln. Nichts wie hinaus und hingesetzt mit Blick ins Freie auf den Horizont! Anfangs finden alle die Schaukelei lustig: man klammert sich an Säulen, Geländer, Kinder drehen sich ohne eigenes Zutun in Drehsesseln, alles lacht. Doch nach und nach wird es ruhiger und man hört nur mehr leises Jammern von Kindern und gequälte Blicke der Eltern aus bleichen Gesichtern. Nun wird auch der tiefere Sinn der Papierbeutel, die auf jedem Tisch liegen, erkennbar: „Speibsackerl“ nennen wir das und nicht wenige müssen sich übergeben. Uns bleibt der Gebrauch dieser Säckchen gerade noch erspart. Der Kapitän meldet sich, entschuldigt sich für das schreckliche Wetter und vertröstet auf eine ruhigere See in der Nähe der irischen Küste. Ein Zauberer baut seine Utensilien auf und versucht mit Erfolg jenen Kindern die Zeit zu verkürzen, die sich noch nicht allzu schlecht fühlen. Endlich wird es im dritten Drittel der Überfahrt etwas ruhiger und man erblickt die Küste Irlands. In Dublin selbst gibt es keinen (geeigneten) Campingplatz, da aber der Reiseführer mehr Auskunft über Pubs als über für uns interessante Sehenswürdigkeiten gibt, beschließen wir ohne Stadtbesichtigung direkt nach Süden zu fahren. Natürlich ist gerade „Rush hour“, der Verkehr ist dicht und es dauert einige Zeit bis wir das städtisch verbaute Gebiet verlassen haben. Durch Hügelland geht es nun nach Süden, anfangs auf einem kurzen Stück Autobahn, das dann übergeht in eine Baustelle und dann in die „normale“ Überlandstraße N11, die in einigem Abstand dem Küstenverlauf folgt.
Hier verbringen wir nun eine ruhige und trockene Nacht.
Tag 6: Nach dem Frühstück und dem Einkaufen von Brot in einem dem Campingplatz gegenüber liegenden Laden geht es nun weiter Richtung Süden. Die Zufahrt zur N11 durch das Hügelland zeigt uns erstmals das Land wie aus dem Werbeprospekt: grüne Hügel, Schafe, verstreute Häuschen. Ein kleiner Wanderparkplatz lädt zur Rast ein, aber dafür sind wir noch viel zu aktiv. Eine kleine (und etwas unbeabsichtigte) Runde durch Arklow zeigt uns ein kleines Städtchen, enge Straßen, niedrige Häuser. Zufällig kommen wir bei einem Supermarkt vorbei und beschließen kurzerhand hier für ein paar Tage einzukaufen. Die Preise sind vergleichbar jenen in Österreich, das Angebot ist vielfältig. Nun geht es aber wirklich weiter auf der N11 bis Enniscorthy, dann auf der N30 bis New Ross und auf der N25. Unterwegs beginnen wir langsam nach einem Mittagsrastplatz Ausschau zu halten, doch vergeblich. Schließlich beginnt es auch noch zu regnen und der Wind weht stark. Waterford hat laut Karte einen Flugplatz, da müsste es doch eine Stellmöglichkeit geben, zumal der sicher ganz klein ist. So geht es in Waterford Richtung Flugplatz und wären da nicht immer wieder die Tafeln am Straßenrand, so müsste man glauben, man habe sich verfahren: Eine einspurige Straße zieht da durch schütter bewohntes Land Richtung Flugplatz.
Eigentlich ist es sinnlos bei diesem Wetter weiter zu fahren. Man sieht doch nichts und so beschließen wir uns auf Campingplatzsuche zu machen. Die Beschreibung des Platzes Casey's House Caravan and Camping Park in der Clonea Bay klingt gut, also nichts wie hin! Der Platz liegt am Ende
einer Zufahrtsstraße, hier gibt es auch noch ein Hotel und ein paar
Strandbuden. Die junge Dame in der Rezeption scheint durch unser Ansinnen
auf den Campingplatz zu wollen sichtlich gestört, plaudert sie doch gerade
so schön mit ihrer Kollegin! Ja, einen Stellplatz hat sie schon, aber nur
ohne Strom. (Hoffentlich wollen das diese blöden Touristen nicht.) Doch, sie
wollen. So schwingt sich die
In einer Regenpause gehen wir dann an den Strand: eine weite Bucht, großteils sandig, ein paar Felsbrocken. Die diesem Wetter ist er fast menschenleer, bei schönem Wetter ist das wohl anders, wie der große Parkplatz vermuten lässt.
Tag 7: Der Regen hat aufgehört, ein
paar Flecken blauen Himmels zeigen sich immer wieder. Gut, dass wir
zugewartet haben! Weiter geht es auf der N25 nach Cork und dann auf der N71
in die Südwestecke Irlands. Was sich bisher schon abgezeichnet hat, wird
hier erstmals an die Spitze getrieben: Die Qualität der Straßen ist
miserabel, meist sind sie extrem bucklig, sodass das Wohnmobil immer wieder
aufschwingt und dann und wann ganz in den Federn aufsitzt. Immer wieder gibt
es ein paar wenige Kilometer, an denen die Straße gut ist, doch das ändert
sich dann abrupt wieder mit einem dumpfen Schlag in den Stoßdämpfern. Am
bemerkenswertesten finden wir das Schild „Hard shoulder ends“, was bedeutet,
dass eine normal breite Straße in eine de facto einspurige übergeht. Sie ist
zwar nach wie vor mit einer Mittellinie gekennzeichnet, doch es kommen nicht
einmal zwei PKws ohne etwas auszuweichen aneinander vorbei.
Auch schmale und unbeleuchtete Tunnel tauchen auf. Die schöne Landschaft können hier allenfalls die Mitfahrer genießen, der Fahrer muss sein volles Augenmerk auf die Straße richten. Irgendwo parken und die Landschaft genießen ist wiederum unmöglich. Die wenigen vorhandenen Parkplätze sind zu 99 % mit Zufahrtsbarrieren in 1,80 m Höhe versehen. Endlich finden wir einen Platz an der Straße, wo wir zu Mittag essen können, dann geht es ab in Richtung Kenmare am Beginn des berühmten „Ring of Kerry“. Den Ring wollen wir erst morgen umfahren, also suchen wir uns einmal einen Campingplatz. Der Ring of Kerry Caravan and Camping Park liegt auf einem Hang abseits der Straße und bietet von einigen Stellen aus einen netten Blick auf das entfernt liegende Meer. Jeder Stellplatz liegt in einer eigenen Nische, die Sanitäranlagen sind sauber, in der Rezeption gibt es frisches Brot und eine Ver- und Entsorgungsmöglichkeit ist vorhanden. Wir fühlen uns hier recht wohl und finden die 21,50 € für die Nacht inklusive Strom durchaus angemessen.
Tag 8:
An der Nordseite der Halbinsel ist das Wetter leider wieder schlechter. Angesichts dieses Umstands und der auch hier nicht guten Straßen blasen wir die Umrundung der Halbinsel Dingle, die auch sehr schön sein soll, ab. Im nächsten größeren ort, Tralee, wollen wir noch einkaufen, da das Wochenende vor der Türe steht. An der Peripherie der Stadt gibt es wiederum keinen Markt, also geht es in Richtung Zentrum. Hier erspähen wir auch einen Tesco, allerdings müssen wir das Zentrum in einem weiträumigen Einbahnsystem umfahren, um zum Supermarkt zu kommen. Hier empfangen uns abermals die leidsam bekannten 1,80m-Barrieren, außerhalb des Parkplatzes ist an ein Parken auch nicht zu denken…Wieder einmal sind wir froh, dass wir in unserem großen Wohnmobil viel Vorräte mit uns führen können. Nun stellt sich auch wieder bald die Frage nach einem Übernachtungsplatz. Für den Platz in Tralee ist es uns noch zu früh, also peilen wir den Campingplatz Coillte Forest Park an, der etwa 20 Meilen westlich vom Limerick und südlich des Rivers Shannon liegt. Zunächst geht es aber noch ein Stück den Shannon flussaufwärts, der in diesem Teil nicht von Hausbooten befahren wird.
Tag 9: Wir schlafen lange, weil es in diesem tiefen Wald so finster ist, dass man meint, es wäre Nacht. Doch es scheint die Sonne und sie treibt uns sehr bald auf die sonntäglich leeren Straßen um die Industriestadt Limerick. Auch die N18 Richtung Galway, ausnahmsweise autobahnähnlich ausgebaut, ist recht leer, allerdings holt uns bald nach dem Shannon Airport die irische Realität der schlechten Straßen wieder ein. Eine relativ eintönige Landschaft begleitet uns bis Galway, wo wir dann doch ohne Schranken sogar sonntags einkaufen können, dann geht es auf ebenso recht eintöniger Strecke auf der N17 nach Sligo. Hier erreicht die Straße nach vielen Inlandskilometern wieder das Meer, ein interessant geformter Bergrücken zieht unsere Aufmerksamkeit auf sich. Hier gäbe es Campingplätze, doch die Crew mag sich noch nicht zur Ruhe setzen. So geht es weiter in Richtung Nordirland, da wir wegen der schlechten Straßenqualität auch nicht in die Nordwestecke Irlands wollen. Bei Londonderry, das in der Republik Irland beharrlich als „Derry“ angekündigt wird, erreichen wir nordirischen Boden und damit ein Gebiet, das wohl wegen der „troubles“, wie die politischen Unruhen in Nordirland bezeichnet werden, wohl nicht zu den typischen Touristenzielen gehört. Unser Weg geht durch die nördlichen Stadtbezirke, abgesehen von mit Gittern gesicherten Ampeln weist nichts auf die „troubles“ hin, Kinder spielen wie überall auf der Welt, Unmengen von Pappbechern auf den Rasenflächen weisen auf ein offensichtlich jüngst zu Ende gegangenes Fest hin. Von Londonderry geht es noch bis Limavady nach Osten auf der A2, dann nach Norden zum Magilligan Strand. Dort finden wir im Benone Caravan Park einen sehr guten Übernachtungsplatz. Die parzellierten Stellplätze liegen auf englischem Rasen, die Sanitäranlagen sind sauber, der Preis erfreulich niedrig (£ 11,50 inklusive Strom). Von hier lässt es sich am nächsten Tag gut zum Giant’s Causeway fahren.
Tag 10:
Inzwischen regnet es wieder und der Wind bläst recht schneidig. Im Informationszentrum erfahren wir, dass der Weg mit der besten Sicht auf den Causeway eine halbe Meile nach unten zum Wasser führt, dass aber ein Shuttle-Bus im Pendelverkehr die Leute um £ 0,60 führt. Wir entscheiden uns für das Gehen nach unten und das Fahren nach oben. Beim Giant’s Causeway handelt es
sich um Basalt von einem urzeitlichen Vulkan. Dieser Basalt ist in
wunderschönen hexagonalen Prismen erstarrt. Um die Entstehung rankt sich die
Sage von einem Riesen, der in ein Riesenmädchen aus Schottland verliebt war
und eben diesen Weg zu seiner Geliebten errichtete. Wir klettern wie viele
andere auch auf den Säulen umher und denken an den unglücklichen Riesen.
Beim Parkplatz angekommen flüchten
wir wieder ins Wohnmobil, da der Wind den Regen entgegen peitscht. Abermals
sehnen sich alle nach warmer Suppe! Die Küste versteckt sich mehr und mehr.
Konnte man zwei Stunden zuvor noch die schottische Küste erahnen, so hat man
jetzt Mühe die nahe liegende nordirische Küste auszumachen. Auch die Antrim
Mountains versinken im Nebel – oder sind es doch Wolken?
Auf dem Weg dahin machen wir zum ersten (und einzigen) Mal politische Parolen aus, die an die „troubles“ erinnern. In Belfast selbst pulsiert der Verkehr und man hat gar keine Zeit nach den von der Polizei in kurzer Zeit errichtbaren Straßensperren Ausschau zu halten. Auch hier bietet seacat Überfahrten nach Troon in Schottland an, auch hier passen uns die Abfahrtszeiten nicht ganz. Ein paar Straßen weiter liegt das Terminal von Stena und hier buchen wir für Mittag des nächsten Tages die Überfahrt nach Stranraer in Schottland, abermals mit einem Katamaran. Der Preis ist mit ₤ 138.- erstaunlich günstig, ob das wohl ein Sonderangebot ist? Rein rechnerisch entspricht das nicht dem Preis der Hochsaison sondern der Zwischensaison für das Fahrzeug und den Fahrer, die beiden zusätzlichen Passagiere zahlen den Hochsaisonpreis. Jetzt brauchen wir nur noch einen Campingplatz. Einer liegt westlich von Belfast an der Autobahn, was vielleicht eine gestörte Nachtruhe mit sich bringt. Östlich von Belfast gibt es laut Autoatlas auch einige Plätze, was uns mehr zusagt. Über die Schnellstraße geht es zur Rush hour auch mit einigem Stau an Baustellen nach Osten. Der erste Caravanpark ist in Millisle, dem ehemaligen Hafen der Region, heute einem Nest mit einiger touristischer Infrastruktur. Hier auf diesem Platz finden wir Unterschlupf auf einer betonierten Standfläche für ein Mobilehome. Das Abwasserrohr dürfen wir hier auch verwenden, die Sanitäranlagen sind von minderer Qualität: WCs lassen sich nicht absperren, bei einer Dusche lässt sich der Hahn nicht zudrehen, die Beleuchtung geht erst tief in der Dämmerung mit einem Dämmerungsschalter an und der Abfluss für die Cassettentoilette zeigt deutliche Gebrauchsspuren . Wir sind froh, dass wir in unserem Hannibal autark sind…
Tag 11: Der Regen hat wirklich aufgehört! Gemütlich brechen wir Richtung Belfast auf, unterwegs kaufen wir noch ein, tanken und ziehen an der Tankstelle Geld aus dem Automaten. Und dann geht es auch schon zum Terminal und auf die Fähre, dem zur Zeit größten Katamaran, in dessen Bauch die Fahrzeuge umkehren. Die Fahrt aus dem Fjord, in dem Belfast liegt, ist sehr schön, dann ist es neblig aber ganz ruhig. So fahren wir auch in Schottland wohlbehalten bei strömendem Regen vom Schiff, suchen uns gleich einen Parkplatz und beraten bei einer heißen Suppe den weiteren Tagesablauf. Wir beschließen einen Campingplatz zu suchen, um am nächsten Tag bei vielleicht bei besserem Wetter die schöne Region besser genießen zu können. Bei Culzean Castle werden wir fündig. Der Campingplatz des Camping and Caravanningclub Culzean Castle liegt neben dem Culzean Castle und bietet Meerblick, “hard standings” für Wohnmobile und saubere Sanitäranlagen. Mit Hilfe eines Schlauches wird man sogar das Abwasser los und kann ohne Probleme Wasser bunkern. An der Rezeption klärt man mich über die Vorteile einer temporären Mitgliedschaft beim Club auf: Um ₤ 10.- ist man Mitglied für drei Monate und spart sich auf jedem der Mitgliedsplätze die Stellplatzgebühr von ₤ 4,60. Da es uns hier gut gefällt und somit das Risiko auf anderen Plätzen des Clubs sicher sehr gering ist, bin ich schnell als Mitglied gewonnen. Gegen Abend lässt der Regen auf und die Hoffnung auf einen besseren Folgetag macht sich sehr breit.
Tag 12:
Tag 13: „Natürlich“ regnet es wieder. Die schöne Landschaft des Vortags ist verschwunden. Sollte man in der Gegend von Fort William nicht den Ben Nevis sehen? Heute nicht! Die Wolken verfließen mit dem Nebel. Nach dem Einkaufen in Fort William geht es weiter auf der A82 bis Invergarry, dann auf der A87 in Richtung Isle of Skye. Es regnet. Es ist kalt. Man sieht nur ein paar Meter weit. Kurz vor Kyle of Lochalsh gibt es ein spätes Mittagessen und eine Lagebesprechung. Der Campingplatz, den es hier gibt, liegt direkt an der Straße, den Platz, auf dem wir vor Jahren waren, haben wir nicht mehr gefunden. Auf der Isle of Skye gibt es sicher einige Plätze. Also überqueren wir hier die Brücke, die seit einigen Jahren auf die Insel führt, natürlich nicht ohne die Maut von ₤ 5,70 zu bezahlen. Laut Karte gibt es bereits im ersten Ort zwei Campingplätze, die wir aber offensichtlich übersehen, der nächste Platz liegt an der Abzweigung der Straße A863 von der A87. Dieser Platz hat zwar laut Campingführer eine passable Bewertung, liegt aber direkt an der viel befahrenen Straße. So fahren wir entlang der eher im Westen der Insel verlaufenden A863 weiter. Ein paar Kilometer später werden wir auf ein Hinweisschild, das nach links zeigt, aufmerksam: „Camping. Shop open“. Kurz entschlossen folgen wir dem Schild. Nach etwa einem Kilometer geht die Straße in eine single-track-road über, nach einem weiteren Kilometer folgt wieder ein Abzweig mit einem Hinweis auf den Campingplatz und dem Zusatz „8M“. Wir folgen abermals dem Schild und erst dann wird uns klar, dass dieses „8M“ wohl „8 Meilen bedeutet“. Ein kurzer Blick auf die Karte zeigt, dass es da an der Küste wirklich noch einen Campingplatz gibt, dann werden wir von der single-track-road und den von Wolken verhangenen Bergen, die uns ein wenig an die Lofoten erinnern, gefangen genommen. Die asphaltiert Straße schlängelt sich zuerst entlang eines Berghanges, es gibt immer wieder Rastplätze, dann geht es in ein paar steilen und schmalen Serpentinen nach unten und hinaus zum Meer durch ein grünes und einsames Tal. Schließlich tauchen einige wenige Häuser auf, sogar eine Jugendherberge liegt am Wegrand, ehe die Straße an einem kleinen Parkplatz endet. Ein Weidezaun schützt das Campingareal vor den weidenden Schafen, das Tor muss händisch geöffnet werden, was angesichts des wieder eingesetzten Regens und Winds nicht so angenehm ist.
Hier wäre wohl ein stilvoller Platz um einen SMS-Gruß abzusetzen – doch es stellt sich heraus, dass es hier gar keinen Handy-Empfang mehr gibt!
Tag 14:
Der Regen hat aufgehört, die großartige Berglandschaft und das tosende Meer zeigen sich von ihrer eindrucksvollsten Seite. Sogar die Sonne blinzelt da und dort durch. Der Weg zurück auf die A836 erscheint nun viel kürzer. Weiter geht es nun nach Dunvegan und Skeabost, dann auf der A87 Uig. Von hier aus gäbe es eine Fähre auf die Äußeren Hebriden. Angesichts des nun wieder schlechteren Wetters und der schon vielen (und teuren) Fährüberfahrten in diesem Urlaub verschieben wir die Besichtigung der Äußeren Hebriden auf ein nächstes Mal. Um den äußersten Teil der Landzunge, auf der wir uns nun befinden, geht eine single-track-road. Von hier hätte man bei Schönwetter sicher einen herrlichen Ausblick bis zu den Äußeren Hebriden, heute müssen wir uns mit viel weniger begnügen. Auch die Felsformationen bleiben in Wolken und Nebel versteckt, gerade den „Old Man of Storr“ kann man erkennen. Vor einigen Jahren waren wir bei Prachtwetter hier, das mindert ein wenig die Enttäuschung und wir werden wieder kommen. Da auch die Wettervorschau in den Tageszeitungen nichts besonders Gutes verheißen, bleiben wir auch nicht länger. So geht es wieder zurück, wieder über die Mautbrücke und dann kurz nach Kyle of Lochalsh weiter auf der A890 ins Landesinnere. Je weiter wir nach Osten kommen, desto höher liegen die Wolken und desto weniger regnet es. So beschließen wir, die Fahrt um die „Nordwestecke“ Schottlands diesmal sein zu lassen und suchen auf dem Campingplatz des Camping and Caravanningclub Dingwall Platz für eine Nacht. Der Platz liegt bei einem Sportzentrum und wird auf einer Seite von einem Wasserlauf und einer anderen von einer Bahnlinie begrenzt. Wie in Culzean Castle wird man auch hier freundlich an der Rezeption empfangen, der Platz ist sauber und man fühlt sich gleich wohl. Nach dem Abendessen machen wir einen kleinen Verdauungsspaziergang. Entlang des Wasserlaufs gelangen wir zur Bahn, dahinter liegt ein kleines Schloss, ganz in dunklem Granit. Wäre das nicht ein perfekter Platz um einen Film nach Agatha Christies Romanen zu drehen? Dann führt uns der Weg zum Bahnhof und schließlich zurück zum Campingplatz, wo sich im Halbdunkel schon unzählige Hasen auf der Wiese tummeln.
Tag 15:
John o’Groats ist kein Ort, John
o’Groats ist eine Touristenfalle. Hier wirbt man mit dem „letzten Haus“,
hier gibt es eine Vielzahl von Läden, die typischen Touristenkram
verscherbeln. Der Campingplatz liegt
Tag 16:
Entlang der A99 wollen wir heute
nach Süden gondeln, ohne festes Ziel, ohne Vorsatz. Wir wollen einfach die
herrliche Aussicht auf das Meer genießen, die sich immer wieder bietet. Am
frühen Nachmittag erreichen wir die Gegend
Nun müssen wir wieder einen Platz für die Nacht suchen. Östlich von Inverness sollte er liegen, hier gibt es auch Plätze des Camping and Caravanning Club. Der erste Platz liegt kurz vor Nairn und zwar hübsch in einem Wald aber völlig ungeschützt zur stark befahrenen A96. Dies verweigern wir und biegen daher in Elgin nach Süden auf die A941, wo wir nach wenigen Meilen Craigellachie erreichen. Unweit – zwischen Craigellachie und Archiestown – liegt der Campingplatz Speyside des Camping and Caravanning Clubs inmitten einer sanften, hügeligen Landschaft. Abermals werden wir mit großer Freundlichkeit in Empfang genommen und auf einen betonierten Stellplatz geführt. Später entdecken wir, dass es viele solche Plätze gibt, auch Reste von Fundamenten scheinen hier zu sein. Am nächsten Morgen erzählt uns der Pächter des Campingplatzes, dass hier im Zweiten Weltkrieg ein Lager für italienische Kriegsgefangene gewesen war. Die betonierten Stellplätze waren die Fundamente der Baracken. Und heute genießen an denselben Stellen Menschen ihren Urlaub…
Tag 17:
Es ist trüb, im Süden und vor allem im Großraum London soll es Temperaturen über 30 °C haben. Hier kann man sich das gar nicht vorstellen. Wir durchqueren Dufftown, die Hauptstadt des Malt Whisky: Nicht nur die bekannte Marke Glenfiddich ist hier vertreten, sondern unzählige andere bekannte und unbekannte Destillerien sind hier versammelt. Es gibt sogar Kreisverkehrshinweisschilder, auf denen nichts anderes als Destillerienamen stehen! Die Besichtigung einer Produktionsstätte ist interessant, wir haben eine kleine Destillerie vor einigen Jahren besucht. Nun schlagen wir uns auf die A96 und nach Südosten in Richtung Aberdeen. Dass diese Stadt die Hauptstadt des Erdöls ist, ist bei der Durchquerung an den für Großbritannien niedrigen Treibstoffpreisen unschwer zu erkennen. Nach einem Einkaufsstopp und einer Mittagsrast bewegen wir uns zuerst entlang der Küste und später etwas landeinwärts auf der A90 auf Dundee zu. Dort geht es dann auf der mautpflichtigen Brücke über den Tay und dann auf der A92 nach Edinborough Edinborough haben wir bei einem früheren Urlaub besucht, diesmal belassen wir es bei einer Stadtdurchquerung. Dann geht es auf der A1 bis Dunbar und weiter bis Skateraw. Hier hat der Camping and Caravanning
Club einen schön gelegenen
Campingplatz. Der Platz ist nur durch einen niedrigen Dünenstreifen vom
Meer getrennt, ein Leuchtturm wacht über das Gelände. In den Dünen
Tag 18:
Wieder zurück auf der A1 wenden wir uns nach Süden. Zügig geht es Richtung Newcastle-upon-Tyne. Bei Alnwick zweigen wir auf die A1068 ab, um immer in Meernähe zu bleiben und gelangen so auf den Straßen A189 und A19 zum Tyne Tunnel, der natürlich wieder mautpflichtig ist. Bis Middlesborough fährt man durch Industriegebiet, dann wenden wir uns auf der A171 nach Osten. In Whitby wollen wir zunächst einen Campingplatz suchen. Es gibt hier auch einige Plätze hoch auf der Klippe über dem Meer, aber die sind recht voll. Weiter geht es entlang des Ostrandes des North York Moors National Park. Herrliche Heidelandschaft bietet sich dem Blick und wären wir nicht so fixiert auf einen Campingplatz in Meernähe, so gäbe es hier sicher schöne Übernachtungsplätze. Schließlich gelangen wir nach Scarborough und damit in den Spätnachmittagsstau. Etwa eine halbe Stunde dauert es, ehe wir diese relativ kleine Stadt nach Süden verlassen können. Bei Filey zeigt unsere Karte viele Campingplätze, also wird wohl etwas für uns auch dabei sein. Auf einer hohen Klippe liegen zum Meer hin vier Campingplätze. Wir wählen den Platz „Crow’s Nest“, der uns zumindest von außen am besten gefällt. Platz ist noch, allerdings nur auf der Zeltwiese und ohne Strom. Dort gelangt man hin, wenn man zunächst eine Mobilheim-Siedlung und dann einen Platzteil mit parzellierten Stellplätzen durchquert. Die Zeltwiese liegt ganz oben auf der Klippe und man sieht bereits auf das Meer hinunter. Die WCs sind einigermaßen sauber, der Rasen ist ebenfalls in Ordnung. Das ist aber auch schon alles, was man an Positivem sieht. Der Platz ist völlig überlastet, Frischwasser gäbe es an den „Müllinseln“, die Hähne machen aber einen völlig vergammelten Eindruck, sodass wir uns das Auffüllen des Tanks ersparen. Da die WCs weit von der Zeltwiese entfernt sind, sind die umgebenden Grünstreifen einschlägig verschmutzt. Von hier heroben sieht man auch, dass die beiden Nachbarplätze wohl auch nicht besser sind, zudem hat einer der beiden Plätze noch einen Vergnügungspark. Wir schätzen wieder einmal die Autarkie im Wohnmobil und genießen den Blick auf das Meer, das sich mehr und mehr in Nebel hüllt.
Tag 19:
Nach diesem Campingplatz wollen wir wieder einen schönen Platz haben. Ein Blick in den Katalog des Camping and Caravanning Club zeigt uns, dass wir an der Bucht von „The Wash“ wohl das Richtige finden dürften. Also machen wir uns auf den Weg. Während es in Küstennähe neblig und entsprechend kühl ist, scheint im Landesinneren die Sonne und das Thermometer steigt bald über 30 °C. Zügig geht es über Bridlington, Kingston-upon-Hull, Lincoln und Sleaford nach King’s Lynn. Das erreichen wir am späten Mittag und finden auch auf dem Campingplatz Sandringham des Camping and Caravanning Club eine Bleibe. Der Platz liegt in einem Schlosspark. Das Schloss gehört den Royals und kann nicht besichtigt werden. Der Campingplatz gliedert sich in einige große Wiesen, jede ist von Wald umgeben und hat eigene Sanitäranlagen in bekannt exzellenter Qualität. Während wir im von der Klimaanlage angenehm gekühlten Wohnmobil zu Mittag essen, klettert das Außenthermometer auf 35 °C – und das in England! Erst gegen Abend wird es etwas angenehmer und wir erkunden das Terrain.
Tag 20:
Eigentlich wollten wir auch noch London einen Besuch abstatten, aber die für die Hauptstadt prognostizierten Temperaturen von 37 °C lassen uns den City-Besuch auf ein andermal verschieben. Wenigstens haben wir wieder einmal einen Grund für einen England-Urlaub! Über Ely an der wunderbaren Kathedrale vorbei und Cambridge, wo wir eine Sightseeing-Tour mit dem Wohnmobil versuchen (und prompt in eine Tiefgarage gelotst würden!) gelangen wir zur Autobahn M11 und weiter zur M25. Ohne Stau aber bei sehr intensivem Verkehr gelangen wir zur Themse, überqueren den Fluss jetzt auf der Brücke und gelangen so problemlos und recht flott zur M20 Richtung Dover. So ist es uns auch möglich, den Campingplatz des Camping and Caravanning Clubs in Folkestone anzupeilen. Die Anfahrtsbeschreibung im Katalog wäre gut, allerdings wurden einige markante Kreuzungen verändert und so finden wir erst nach einer Ehrenrunde in der Stadt die Zufahrt zum Campingplatz. Diese führt auf einer schmalen und steilen Straße über die Klippen nach unten und erst jetzt verstehen wir, warum der Platz laut Katalog für Gespanne nicht geeignet ist.
Tag 21:
Nun ist die Zeit für die letzten Kilometer auf britischem Boden gekommen. Auf bekanntem Weg geht es nach Dover. Für die Rückfahrt wählen wir abermals die Fährlinie P&O. Während der Buchung plaudern wir sehr angenehm mit dem Herrn am Schalter, der meint, die Buchung über das Internet wäre am günstigsten. Als ich im erkläre, dass wir ja auf der Heimfahrt sind und in den letzten Tagen keinen Internetzugang hatten, gibt er kurzerhand für unser Wohnmobil eine Länge von 6 m statt der tatsächlichen 8 m ein, wodurch unsere Überfahrt dann nur mehr ₤ 209 .- kostet. Wir werden wieder kommen, das ist sicher!
Der Nebel, der uns schon bei der Abfahrt in Folkestone begleitet hat, hebt sich nach wie vor nicht. Die Fähre gibt wohl aus Sicherheitsgründen im Abstand von 2 – 3 Minuten einen lauten Signalton von sich. In Calais angekommen fahren wir abermals zum Campingplatz „La bien-assise“ in Guines, abermals ist hie alles belegt. Nach Einkaufen und Tanken machen wir eine kurze Mittagspause und beschließen nach Aachen auf den Platz für Camping zu fahren, den wir vom Vorjahr so gut in Erinnerung haben.
Tage 22 bis 27:
Von Aachen fahren wir über Fulda und die Hohe Rhön, wo wir zwei Tage bleiben und vergeblich der Hitze zu entkommen versuchen, Ehrwald und das Ötztal, wo wir wenigstens zwei angenehme Nächte verbringen, nach Hause.
Fazit:
Was uns gefallen hat:
+ die Landschaft, vor allem in Schottland + die Campingplätze des Camping and Caravanning Club + die guten Campingplätze in Irland + die Sauberkeit in Großbritannien
Was uns nicht gefallen hat:
- die Parkplatzsituation in Irland - die hohen Treibstoffkosten - die „bewegte“ Fährüberfahrt nach Dublin - die schlechten Straßen in Irland
Angesichts der langen Anreise und der oben erwähnten Minuspunkte werden wir so bald nicht wieder nach Irland fahren. In Schottland „steht aber nach wie vor ein Koffer“ und wir möchten in den nächsten Jahren sicher wieder diese Region als Reiseziel anpeilen. |
Stand: 30.04.06